Anne-Frank-Zimmer macht Geschichte erlebbar
Sechslindenschule beteiligt sich am bundesweiten Anne-Frank-Tag
Die Sechslindenschule Pfullendorf hat sich in diesem Jahr am bundesweiten Anne-Frank-Tag beteiligt und damit ein wichtiges Zeichen für Demokratie, Toleranz und Erinnerungskultur gesetzt. Unter der Leitung von Lehrerin Frau Sarah Kapucu gestaltete die Klasse 8b ein ganzes Klassenzimmer rund um das Leben von Anne Frank und die Zeit des Nationalsozialismus.
An zahlreichen interaktiven Stationen konnten die Schülerinnen und Schüler aller Klassen die Geschichte Anne Franks kennenlernen und sich intensiv mit Themen wie Ausgrenzung, Verfolgung, Flucht und Menschlichkeit auseinandersetzen. Dabei stand nicht nur das Lesen und Informieren im Mittelpunkt – die Jugendlichen wurden auch selbst aktiv und zum Nachdenken angeregt.
Besonders bewegend war eine Station mit der Frage: „Was würdest du auf der Flucht in deine Tasche packen?“ Die Antworten fielen sehr unterschiedlich aus und waren häufig von den eigenen Erfahrungen, dem Alter der Schülerinnen und Schüler sowie deren Biografien geprägt. Einige Schülerinnen und Schüler, die selbst bereits Fluchterfahrungen gemacht haben, erzählten offen von ihren Erlebnissen und bereicherten damit den Austausch in den Klassen.
Viele nannten Essen und Trinken als wichtigste Dinge für eine Flucht. Andere würden ihren Reisepass oder sogar ein Zelt mitnehmen. Besonders häufig wurde jedoch das Handy genannt. Für viele Jugendliche spielt es heute eine zentrale Rolle, um mit Familie und Freunden in Kontakt zu bleiben – gerade in einer Situation, in der man geliebte Menschen möglicherweise aus den Augen verliert.
Vor dem Besuch des Anne-Frank-Zimmers bereiteten die Lehrkräfte ihre Klassen auf das Thema vor. Dabei zeigte sich, dass einige Schülerinnen und Schüler bereits Vorwissen über Anne Frank besaßen, während andere zuvor noch nie von ihr gehört hatten. Durch die Vorbereitung und den Besuch der Ausstellung änderte sich dies schnell.
Die Geschichte von Anne Frank bewegte die Jugendlichen tief. Viele zeigten sich betroffen über ihr Schicksal und äußerten großes Mitgefühl. Gleichzeitig wurde ihnen bewusst, wie wertvoll das Leben in einer demokratischen Gesellschaft ist, in der Menschen nicht aufgrund ihres Aussehens, ihrer Herkunft oder ihrer Religion ausgegrenzt oder verfolgt werden dürfen.
Besonders erfreulich war das große Interesse, mit dem alle Schülerinnen und Schüler die Ausstellung besuchten. Sie arbeiteten engagiert an den Stationen, stellten Fragen und tauschten sich intensiv über das Gesehene aus.
Zum Abschluss erhielten alle Besucherinnen und Besucher eine Zeitung sowie eine Postkarte des Anne-Frank-Zentrums. Das bundesweite Bildungsprojekt wird jährlich vom Anne-Frank-Zentrum organisiert und lädt Schulen dazu ein, sich mit Anne Franks Leben und den Themen Demokratie, Menschenrechte und Vielfalt auseinanderzusetzen.Bild
1: Die Klasse 8b arbeitet an den Stationen im Anne-Frank Zimmer
Bild 2: Linda aus Klasse 6b setzt ihren Handabdruck zu dem, der anderen Schülerinnen und Schülern.
Bild 3: Marie, Enes und Moritz aus Klasse 6 überlegen, was sie in ihre Fluchttasche packen würden
Bild 4 die Klasse 9a arbeitet an den Stationen im Anne-Frank Zimmer



